Fälschungen auf Amazon

24. Februar 2017 Von AV-Pfandhaus Aus

Birkenstock kritisiert Amazon wegen Handel mit Fälschungen

Der Schuhhersteller Birkenstock zieht sich von Amazon zurück und will seine Produkte nicht länger über die Kanäle des Internetriesen vertreiben. Grund hierfür sind laut Angaben des Unternehmens die zahlreichen Fälschungen, die auf den Seiten von Amazon zum Verkauf stehen sollen.
© Robert Kneschke / Fotolia.

 

Der Beschluss des Traditionsunternehmens, Amazon nicht länger zu beliefern, soll am 1. Januar 2017 in Kraft treten. Betroffen ist zunächst nur die Handelsplattform Amazon.com. Jedoch möchte Birkenstock künftig auch Drittanbietern, die Produkte über den Marketplace von Amazon.com verkaufen, untersagen, Handel mit Birkenstock-Schuhen zu betreiben.

„Der Amazon Marketplace, der als ‚offener Markt‘ fungiert, propagiert Handelspraktiken, die wir nicht akzeptieren können und die unserer Marke schaden“, erklärt David Kahan, Vorstandsvorsitzender von Birkenstock USA, die Entscheidung. „Das beinhaltet beispielsweise den Verkauf von Produkten, bei denen es sich nachweislich um Fälschungen handelt sowie auch die Vielzahl von unidentifizierbaren, unautorisierten Händlern, die unsere Preispolitik völlig missachten. Leider hat es sich als unmöglich erwiesen, gemeinsam mit Amazon gegen derartige Aktivitäten vorzugehen.“

Besonders seit Amazon US es chinesischen Händlern ermöglicht, direkt über den Marketplace an amerikanische Kunden zu verkaufen, klagen zahlreiche Hersteller über derartige Probleme. Der einzige Weg hierbei die Unterstützung von Amazon zu erhalten, sei jedoch, so Kahan, das gesamte Produktsortiment an den Online-Versandhändler zu verkaufen. Dies sei Teil von Amazons Strategie, seine Monopolstellung für Konsumgüter aller Art auszubauen – Kahan sieht darin jedoch keine Option und bevorzugt es, die Kontrolle über die Birkenstock-Marke zu behalten.

Aus diesem Grund setzt das Schuhunternehmen künftig auch auf Kommunikation und will seine Kunden gezielt dazu aufrufen, ausschließlich bei autorisierten Händlern zu kaufen und Angebote auf Amazon kritisch zu hinterfragen.

Quelle: CNBC